Aktuelle Pressemitteilungen
10.07.2026
Bad Füssing macht sich in Berlin stark für mehr Prävention
Der Bad Füssinger Bürgermeister Tobias Kurz, zugleich zweiter Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbands, warb in dieser Woche in der Bundeshauptstadt für eine stärkere Rolle der Kurorte.
Bad Füssing - Die Bundesregierung arbeitet an einer Reform des Präventionsgesetzes. Der Bayerische Heilbäder-Verband nutzt diese politische Weichenstellung für einen weitreichenden Reformvorstoß: Heilbäder und Kurorte sollen künftig als fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung und der nationalen Präventionsstrategie etabliert werden. Kern der Vorschläge sind unter anderem die ausdrückliche Verankerung im Präventionsgesetz sowie ein regelmäßiger Präventions-Check beim Hausarzt mit gezielter Weiterleitung in qualitätsgesicherte Präventionsangebote. Auch Bad Füssing unterstützt diesen Kurs: Bürgermeister Tobias Kurz, zugleich zweiter Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbands, warb in dieser Woche bei einem Austausch mit Bundestagsabgeordneten in Berlin für eine stärkere Rolle der Kurorte.
Für Bad Füssing hat das Thema eine besondere Bedeutung. Als einer der führenden Gesundheitsstandorte Deutschlands steht die Kurgemeinde seit Jahrzehnten für Gesundheitsvorsorge und Prävention. Bürgermeister Tobias Kurz steht hinter den Forderungen der Interessenvertretung, wie er jetzt in Berlin deutlich machte.Prävention als tragende Säule
"Prävention darf nicht länger nur ein politisches Schlagwort sein, sondern muss zu einer tragenden Säule unseres Gesundheitswesens werden", sagte der Bad Füssinger Bürgermeister in der Bundeshauptstadt. Heilbäder und Kurorte verfügten bereits heute über qualitätsgesicherte medizinisch-therapeutische Infrastruktur, natürliche Heilmittel und jahrzehntelange Erfahrung in der Vorsorge. Dieses Potenzial werde bislang jedoch nicht systematisch genutzt. "Wir sollten die Stärken unserer Heilbäder viel stärker nutzen - nicht erst dann, wenn Menschen bereits erkrankt sind, sondern um Krankheiten möglichst früh zu vermeiden."
Nach Auffassung des Bayerischen Heilbäder-Verbands braucht die Gesundheitspolitik einen grundlegenden Paradigmenwechsel: weg von einer vor allem auf Behandlung ausgerichteten Medizin, hin zu einer konsequenten Präventionsstrategie. Deutschland wird älter, chronische Erkrankungen nehmen zu und die Ausgaben im Gesundheitswesen steigen seit Jahren.
Wie ein verbindlicher Präventionspfad aussehen könnte
Ein zentrales Element des Reformkonzepts ist ein verbindlicher Präventionspfad. Danach sollen Versicherte künftig regelmäßig einen Präventions-Check beim Hausarzt erhalten. Werden dabei gesundheitliche Risiken oder individueller Vorsorgebedarf festgestellt, könnten Patientinnen und Patienten gezielt an qualitätsgesicherte Präventionsangebote - etwa in staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten wie Bad Füssing - weitergeleitet werden. So ließen sich Erkrankungen früher vermeiden oder zumindest abmildern und gleichzeitig Akutversorgung, Rehabilitation und Pflege nachhaltig entlasten.
Darüber hinaus spricht sich der Verband dafür aus, die betriebliche Gesundheitsprävention auszubauen und Heilbäder stärker in entsprechende Programme einzubinden. "Ein stärker präventionsorientiertes Gesundheitssystem kann nicht nur die Lebensqualität vieler Menschen verbessern, sondern langfristig auch dazu beitragen, chronische Erkrankungen, Arbeitsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit zu reduzieren", betont Kurz.
Anreize für die, die vorsorgen
Aus Sicht des Bayerischen Heilbäder-Verbands reicht es jedoch nicht aus, Prävention lediglich anzubieten. Wer Verantwortung für die eigene Gesundheit übernimmt, sollte auch im System spürbar unterstützt werden. Denkbar sind verbindlich geregelte Anreize, etwa über Präventionsboni, erleichterte Zugänge zu qualitätsgesicherten Vorsorgeangeboten oder reduzierte Eigenanteile bei nachgewiesener Teilnahme an strukturierten Präventionsmaßnahmen.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bayerischen Heilbäderverbandes (BHV), Peter Berek (Mitte) und BHV-Geschäftsführer Frank Oette (links), warb Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz, zweiter Vorsitzender des BHV, in Berlin für eine stärkere Rolle der Kurorte. Foto: Kur- & GästeService Bad Füssing
Download PDF-Dokument (*.pdf) Download Word-Dokument (*.docx) Download Alle Bilder als ZIP-Archiv
Für weitere Informationen bzw. Rückfragen wenden Sie sich bitte an tourismus@badfuessing.de
Die Verwendung der Bilder ist gegen Zusendung eines Belegexemplars honorarfrei.
Belegexemplare bitte senden an:
Kur- & GästeService | c/o NewsWork GmbH | Dechbettener Straße 28 | 93049 Regensburg