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09.09.2026
Fit für die Zukunft: Bad Füssings Thermen investieren in Qualität und neue Erlebnisse
Moderne Technik, nachhaltigere Energiekonzepte, mehr Komfort und neue Angebote: Die drei Bad Füssinger Thermen stellen wichtige Weichen für die Zukunft des Gesundheitsstandorts.
Bad Füssing - Das heilkräftige Thermalwasser ist der Ursprung des Gesundheitstourismus in Bad Füssing und bleibt für viele Gäste ein entscheidendes Reisemotiv. Herzstück des Gesundheitsstandorts sind das Heilwasser und eine Thermenvielfalt, die europaweit Maßstäbe setzt: Drei der beliebtesten Thermen Europas bieten auf rund 12.000 Quadratmetern Wasserfläche Innen- und Außenbecken, Saunawelten und Ruhebereiche. Medizinische Kompetenz, Präventionsprogramme sowie Kultur- und Freizeitangebote ergänzen das Profil.
Um diese Stärke zukunfts- und nachfrageorientiert weiterzuentwickeln, braucht es moderne Konzepte für Bade-, Spa- und Saunawelten. Die drei Thermen investieren in Technik, Modernisierung, architektonisch gestaltete Räume und ein besonderes Ambiente. So wird das Heilwasser zeitgemäß in Szene gesetzt und verbindet sich mit Entspannung, Erlebnis und modernem Design zu neuer Aufenthaltsqualität.Die Johannesbad Therme: Mehr Komfort und neue Erlebnisse
Besonders umfassend fällt die Weiterentwicklung der Johannesbad Therme aus. Die erste Modernisierungsphase läuft bereits: Sanitärbereiche mit Duschen und WCs sowie ein Ruheraum werden erneuert. Ab Oktober folgt die Neugestaltung der Badehalle mit Wellenbecken.
Dabei geht es um weit mehr als die Modernisierung von Räumen und Ausstattung. Der gesamte Aufenthalt soll komfortabler und individueller gestaltet werden. Neue Zutrittsmöglichkeiten und Transponder vereinfachen künftig die Abläufe. Ergänzt werden sie durch attraktivere Liegemöglichkeiten, neue Ruhezonen, eine Poolbar und zusätzliche Serviceangebote.
Auch die Geschichte des Johannesbads soll künftig stärker sichtbar werden. Der Ursprung der Therme und die Geschichte der Gründerfamilie Zwick fließen in die Gestaltung ein; das Thermal-Mineralwasser bleibt dabei der Mittelpunkt. Geschäftsführer Reinhold Hofmann hatte bereits beim Gesundheits- und Tourismustag die Richtung vorgegeben: Nach den Veränderungen der vergangenen Jahre brauche es einen "qualitativen Schub in die Zukunft".
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Innenbereich. Während das Johannesbad mit seinen großzügigen Außenflächen bislang vor allem in den Sommermonaten punktet, sollen im Inneren zusätzliche Erlebnis- und Erholungsräume entstehen. Auch Tickets, Aufenthaltspakete und Veranstaltungen werden neu strukturiert. "Wir wollen nicht nur an den großen Stellschrauben drehen, sondern auch mit vielen kleinen Details dafür sorgen, dass der Aufenthalt für unsere Gäste spürbar angenehmer wird und noch mehr Raum für Erholung bietet", sagt Florian Sengstock, Marketing Manager der Johannesbad Therme. Wie das Gesamtbild am Ende aussehen wird, verraten die Verantwortlichen bewusst noch nicht. Fest steht: Die Weiterentwicklung soll Bewährtes erhalten und zugleich neue "Wow-Momente" schaffen.
Die Europa Therme: Millioneninvestitionen in Energie und Angebote
In der Europa Therme ist die Modernisierung eng mit Investitionen in Energieeffizienz und Infrastruktur verbunden. Allein die aktuell geplanten beziehungsweise bereits laufenden Vorhaben haben ein Volumen von knapp zehn Millionen Euro netto.
Ein zentraler Baustein ist die neue Energieversorgung. Rund 1,4 Millionen Euro fließen in die Wärmerückgewinnung aus Thermalwasser: Dem bereits genutzten Wasser wird Wärme entzogen, die anschließend für den Betrieb nutzbar gemacht wird. Für die geplante Wärmerückgewinnung aus Grundwasser sind bis 2028 weitere rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen. Hinzu kommen unter anderem die Erneuerung der raumlufttechnischen Anlagen und der Thermalwasserleitungen. Photovoltaikanlagen auf geeigneten Dachflächen wurden bereits 2025 installiert, Wärmepumpen sind seit Anfang 2026 in Betrieb.
Auch für die Gäste wird die Weiterentwicklung deutlich sichtbar. Der Eingangsbereich wurde bereits modernisiert; im Januar 2027 soll ein neues digitales Zutrittssystem mit Transpondertechnik folgen. Im Bad werden Fliesen sowie Duschen und WC-Anlagen erneuert. Ab November entsteht anstelle des bisherigen Rückenschwimmerbeckens ein neues Bewegungs- und Balancedeck. Rund 1,4 Millionen Euro werden in das multifunktionale, überdachte "Klima-Deck" investiert. Es verbindet eine Ruheinsel mit einem Motorik- und Balancepfad sowie Flächen für Bewegungskurse. Die Fertigstellung ist für Mai 2027 vorgesehen. Ein feiner Sprühnebel ermöglicht Gästen an heißen Sommertagen wohltuende Abkühlung. Damit greift die Europa Therme die Themen Hitzeschutz und gesundheitsorientierte Aufenthaltsqualität auf.
Ergänzt wird das Angebot durch besondere Veranstaltungsformate: Musik, Lichteffekte und kreative Cocktails schaffen stimmungsvolle Abende in entspannter Atmosphäre. Die nächste Veranstaltung "Splash & Beats" findet am 9. Oktober statt und verbindet den Thermenbesuch mit rhythmischen Sounds und einem besonderen Ambiente.
Die Therme Eins und der angegliederte Saunahof: Zusätzlicher Raum für Ruhe und Sauna
Auch die Therme Eins entwickelt ihr Angebot Schritt für Schritt weiter. Einen ersten Einblick bietet der traditionsreiche Saunahof: Das bisherige Dampfbad wurde zur zusätzlichen Aufgusssauna, der neuen "Getreidesauna", umgebaut. Aus dem bisherigen Salzkammerl entstand ein neues Dampfbad.
"Mit diesen Investitionen schaffen wir zusätzliche Attraktivität für unsere Gäste und entwickeln den Saunahof behutsam weiter, ohne seinen besonderen Charakter zu verändern", sagt Geschäftsführer Stefan Haßfurter. 2027 wird die Modernisierung fortgesetzt: Im Erdgeschoss der Therme entsteht ein neuer Ruheraum; außerdem werden die Umkleiden im ersten Stock vollständig erneuert. Damit schafft auch die Therme Eins mehr Komfort und Aufenthaltsqualität, ohne die besondere Identität des Hauses aus den Augen zu verlieren.
O-Töne aus Rathaus und Kur-& GästeService
"Die umfangreichen Investitionen unserer drei Thermen sind ein starkes Bekenntnis zum Standort und der Zukunft Bad Füssings. Sie verbinden Innovationskraft und nachhaltige Entwicklung mit höchster Aufenthaltsqualität und stärken damit die Position unseres Ortes als einer der führenden Gesundheits- und Tourismusstandorte Europas. Moderne Technik, zukunftsweisende Energiekonzepte und neue Angebote schaffen einen Mehrwert, der weit über die Thermen hinausreicht: für unsere Gäste, für die heimische Wirtschaft und für alle Menschen, die in Bad Füssing leben und arbeiten."
Tobias Kurz, Erster Bürgermeister der Gemeinde Bad Füssing
"Das Thermalwasser ist der Ursprung des Gesundheitstourismus in Bad Füssing und für viele Gäste bis heute das entscheidende Reisemotiv. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an moderne Badelandschaften und Wassererlebniswelten. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und neue Gästegruppen anzusprechen, braucht es fein austarierte Konzepte, die die gesundheitsfördernde Kraft des Heilwassers mit zeitgemäßem Design, besonderen Erlebnissen sowie einem hohen Maß an Service und Komfort verbinden. Dabei geht es nicht darum, immer "lauter" oder spektakulärer zu werden. Entscheidend ist, die hohe Gesundheitskompetenz und den unverwechselbaren Charakter Bad Füssings zu bewahren und zugleich zeitgemäße Angebote zu entwickeln. Die Investitionen der drei Thermen stellen deshalb entscheidende Weichen für die Zukunft: Sie stärken die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Bad Füssings und sichern die führende Position des Ortes als Gesundheits- und Tourismusstandort langfristig."
Daniela Leipelt, Leitung Kur- & Tourismusmanagement der Gemeinde Bad Füssing
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